| Eurowood und Meditation | |
Zur Unterstützung von Eurowood werden Ben Waalwijk und Rob Schrama gratis in die Technik der Transzendenten Meditation eingeweiht. Das findet in Lelystad statt, wo die Anhänger des Maharishi eine Meditationsgemeinschaft formen. Seitdem benutzen die beiden Künstler auch die Meditation als Aktionsmittel. Im Jahre 1999 schüttelt der Kosovokrieg Europa durcheinander. Wenn Völker auf diesem Kontinent nicht aufhören einander zu bekämpfen, kommt niemals ein Mini-Europa im Markermeer. Deshalb setzt Eurowood sich aktiv für den Frieden und eine bessere Welt ein. Stille wird die Waffe gegen aufkommende Gewalt. |
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Das Team von Eurowood meditiert;
„en plein public“. Die Meditations-Sitzungen finden an unerwarteten
Stellen statt, überall in den Niederlanden. Auf dem Strand bei Camperduin
schliesst man die Augen für den Frieden in Kosovo; bei Radio Flevoland,
um dort die Stau-Meditation zu einzuführen (1999). Mit der
Schienen-Meditation streitet Eurowood auf den Schienen des „Eisernen
Rheins“ gegen den Bau der „Betuwe Eisenbahnlinie“ (2000).
Die Bio-Meditation beim Standbild der friesischen Stambuchkuh
wird im Rahmen der MKS-Krise gehalten. Eurowood introduziert einen fleischlosen
Tag für Holland, mit der Imbiss-Meditation vor der Cafetaria
von Emile Ratelband und der Braune Bohnen-Meditation vor dem
Standbild von Bartje in Assen (2001). |
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Bio-Meditation
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Imbiss-Meditation ergibt vor allem ein witziges Bild
Die Volkskrant vom 24. Mai 2001 Janneke van Bergen Vor dem Schnellimbiss „De Haphoek“ in Arnheim sitzen zwei Männer regungslos auf der Strasse: sie halten Kuscheltiere an sich geklammert und man hat den Eindruck als ob sie in Trance sind. Leute die am Mittwoch beim Einkaufen sind, laufen etwas erstaunt vorbei. Im Moment wo der Eigentümer der „Haphoek“ erscheint, strömen die Zuschauer herbei. Der meditierende Ben Waalwijk und Rob Schrama der Stiftung Eurowood, führen Aktion gegen das Leid der Tiere. „Der letzte Tag jeden Monats muss ein fleischloser Tag werden“, findet Schrama. Im Zuge dieser Imbissmeditation geben wir positive Energie, die den Eigentümer zur Einsicht bringen soll. Für das Publikum ist es ein Rätsel was die Aktionsführer mit dieser Meditation erreichen wollen. Die zwei sitzen da, unbeweglich, mit geschlossenen Augen und sagen kein Wort. Dies ist die neue Art der Aktionsführung, erläutert Rob Schrama später. Wir benutzen keine Spanntücher und verdorbenen Tomaten, sondern Spiritualität. „Waalwijk“: Dieses verrückte Bild von zwei Männern die vor einer Imbissstube sitzen bleibt dem Publikum im Gedächtnis. Man fragt sich warum wir hier sitzen und das hat meistens den grössten Effekt. Der Eigentümer des Schnellimbiss, Emile Ratelband, der pro Tag so ungefähr 1.500 Frikadellen und 3.000 Kroketten verkauft, scheint nicht die Absicht zu haben monatlich einen fleischlosen Tag einzuführen. „Menschen sind Gewohnheitstiere“, behauptet er. Wenn sie Lust auf eine Krokette oder Frikadelle haben, müssen sie die eben einfach aus dem Automaten herausholen können. Wenn ich nur fleischlose Kroketten verkaufe, gebe ich den Kunden nicht was sie wollen. Aber nach Meinung des Gurus sitzen Schrama und Waalwijk nicht wegen nichts schon seit zwanzig Minuten totenstill. „Jede Aktion ist gut“, findet Ratelband. „Man weiss nie wozu das führen kann. Ein Schmetterling der in Tokio in die Höhe fliegt kann einen Sturm in Russland verursachen. Nach Ablauf der Imbissmeditation will Ratelband dem Eurowoodteam entgegen kommen. Wenn die Stiftung Eurowood einen guten Lieferanten von vegetarischen Snacks findet, will er sie monatlich in der „Haphoek“ verkaufen. Der Erlös ist dann für einen guten Zweck. Auch wenn die Gemüsehamburger dann neben den Snacks aus Fleisch liegen, sind Waalwijk und Schrama doch zufrieden mit dem Deal. „Jeder Schritt ist ein Schritt in die gute Richtung“, findet Waalwijk.
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