Eine Woche
lang bauen Künstler der Amsterdammer Ballongesellschaft an
einem Turmbau zu Babel; einer 12 Meter hohen Konstruktion, angefertigt
aus Paletten und Abfallholz. Sie tun das auf dem Gelände
der ehemaligen Garnisonskirche. Im Jahr 1933 entschied Hitler
sich für diese Kirche um zum Reichskanzler gewählt zu
werden. Im 2. Weltkrieg wurde diese Kirche verwüstet, jedoch
seit der Wiedervereinigung Deutschlands ist die Rede von einem
möglichen Wiederaufbau. Mit dem Turmbau zu Babel will die
Amsterdammer Ballongesellschaft den entweihten Boden von seiner
verschmutzten Vergangenheit reinigen und den Blickwinkel der Potsdammer
für eine neue Bestimmung dieses Geländes öffnen.
Der Turmbau zu Babel endet in einer Vorstellung, wobei die Arbeiter
durch Sklaventreiber geschändet werden und der Arbeitsplatz
sich in ein makaberes Schauspiel verändert, wo Scheusale,
Huren, Hexen und Feuerspucker die armen Arbeiter in den Wahnsinn
und auseinander treiben. Mit einem donnernden Feuerwerk wird am
Schluss dieser Turm von seiner babylonischen Sprachverwirrung,
vom Unverständnis und Kriegstreiben befreit. Das Böse
ist besiegt und das Publikum wird eingeladen um zusammen mit den
Künstlern den Boden der ehemaligen Garnisonskirche tanzend
für eine neue Zukunft einzuweihen.


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Der niederländische Gesangspädagoge
Geert van Tijn gibt öffentlichen Gesangsunterricht an die
Potsdammer Bevölkerung.

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Der niederländische Medienkünstler
Willem de Ridder verdunkelt ein leerstehendes Haus zu einem „Dark-Room“,
den man nur mit einem Casettenrecorder betreten darf, der den
Besucher mitnimmt in ein spannendes Abenteuer.
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In Zusammenarbeit mit der Universität
von Potsdam wird im St. Josephkrankenhaus das Projekt Kunst und
Heilung ausgeführt, nach einer Idee des Amerikaners Naj Wikoff.
Die an Eutopia teilnehmenden Künstler gehen mit Patienten,
Personal und Besuchern dieses Krankenhauses an die Arbeit mit
allerlei Arten von Kunst, um ihnen die heilende Wirkung davon
erfahren zu lassen.
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Die amerikanische Celebrationkünstlerin Marilyn
Wood organisiert in den Gärten des holländischen Viertels
ein grosses nächtliches Fest, zusammen mit Neureichen und Hausbesetzern.
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Der Berliner Künstler Rolf
Langelbartels organisiert überall in Potsdam seine „Tischkonzerte“,
ein Zusammenspiel zwischen Computer und Teilnehmern. Jeder Spieler
am Tisch bekommt eine Nummer. Der Computer gibt eine willkürliche
Aufzählung von Nummern und deren Spieldauer an. Sobald ein
Teilnehmer an der Reihe ist, produziert er ein spezielles eigenes
Geräusch. Es entsteht ein besonderes Klangkonzert, das auf
grosse Heiterkeit beim Publikum rechnen kann.
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In der wichtigsten touristischen
Attraktion van Potsdam, dem Sanssoucipark, organisiert das Berliner
Büro für ungewöhnliche Massnahmen eine Aktion:
vor dem Eingang des Parks stehen eine Anzahl von „Parkwächtern“
die die Touristen mit einem grossen Schild auf die „neuen“
Verordnungen vor dem Betreten des Parks aufmerksam machen: jeder
Tourist muss beim Betreten des Parks über seine Schuhe ein
Paar sterile Schutzpantoffeln anziehen. Damit wird verhindert
dass die Besucher den gefährlichen Pflanzenbazillus „Floraglittus“
auf den Park übertragen.
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