| Aktionen der Kunstkonfrontation | |||||
Ausgangspunkte der Kunstkonfrontation |
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Bei einem kunstkonfrontierenden Projekt ist das aktive phantasieren essentiell, weil damit ein gemeinschaftliches Bedürfnis konkret gemacht werden kann. Kunstkonfrontation schliesst dann in erster Linie an beim Individuum. Jedes Individuum hat sein eigenes Ideal in Bezug auf die geänderte Situation und sollte dies auch äussern können um damit einen Beitrag zu liefern für das gemeinschaftliche Ziel nach dem alle streben. In diesem gemeinsamen phantasieren ist eine enorme Kraft verborgen. Jedem ist es angenehm, man regt einander zu neuen Phantasien an und man setzt sich schneller und leichter über alte Grenzen hinweg und traut sich als Gruppe, indem man einander vertraut, mehr neue Wege zu gehen um die Phantasien zu konkretisieren.
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Um eine bestimmte Zielgruppe verantwortungsvoll begleiten zu können ist Kenntnis dieser (Sub)kultur nötig. Diese Kenntnis allein ist aber nicht genug. Das wichtigste ist dass man aus einem Gefühl der Solidarität heraus sich für eine Zielgruppe entscheidet. Offenheit gegenüber deren Problemen, ihren Wünschen und Bedürfnissen, ihren Möglichkeiten und Grenzen, sowohl als Gruppe als auch individuell, sind essentiell um eine solche Gruppe zu stimulieren und zu begleiten im konkretisieren ihrer Bedürfnisse. Ein kunstkonfrontierendes Projekt führt nur dann zu einem Ergebnis, wenn die gewünschten Veränderungen auch wirklich erreichbar sind und von einer grossen Gruppe unterstützt werden. Oftmals wird die gewünschte Änderung nicht direkt durch die Betroffenen selbst in Wirklichkeit erreicht werden, bildende Aktivitäten dieser Gruppe können auf indirekte Art, dadurch dass man die Problematik zum Ausdruck bringt, mehr Effekt haben. Die Gruppe sollte die Problematik derart in die Öffentlichkeit bringen, und das immer wieder tun, sodass ihr niemand mehr aus dem Weg gehen kann. Das Darstellungsvermögen muss deutlich auf diejenigen gerichtet sein die sehr wohl im Stande sind die speziellen Bedürfnisse dieser Gruppe zu beantworten.
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Der bildhafte Ausdruck der Problematik muss
ästhetisch stark sein. Das heisst: erst wenn jeder sofort sieht
um welche Problematik es geht, kann die Bildersprache die Kraft haben
die Eindruck macht. Unterstützt von der Presse und der öffentlichen
Meinung, die den symbolischen Ausdruck des Problems würdigen,
können die bildenden Aktionen die betreffenden Instanzen so unter
Druck setzen, dass sie gezwungen werden um die gewünschte Veränderung
auszuführen.
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